Kontakt | Impressum | Suche
Neuigkeiten

Entwicklung der Feuerwehr


Aus weiteren Protokollen von Versammlungen ist zu ersehen, dass in Ossenheim die gleichen Anlaufschwierigkeiten wie in anderen Orten zu dieser Zeit bestanden. Ausrüstungsgegenstände mussten ergänzt, persönliche Schutzkleidung neu beschafft werden. Auch legte man besonderen Wert auf eine bessere Alarmierung. So wurde beschlossen, die vorhandene Handsirene mit einem Elektromotor auszustatten, damit im Einsatzfall die Feuerwehr schnell alarmiert werden konnte. Ebenfalls wurde das “Spritzenhaus” von den Feuerwehrleuten renoviert und auch ein Teil der hieraus entstandenen Kosten vom Verein übernommen.

Wegen der finanziellen Schwierigkeiten musste auf eine Beschaffung von Uniformen vorerst verzichtet werden, aber die noch fehlenden Schutzhelme sollten kurzfristig beschafft werden.

Auch die Anlaufschwierigkeiten in personeller Hinsicht können nicht verschwiegen werden. Schon nach kurzer Zeit legten Adolf Dietz als Schriftführer und Erwin Störckel als Kassenleiter ihre Ämter nieder. Kurze Zeit später trat auch der Kommandant Peter Rother von seinem Amt zurück. In der Versammlung am 21. Mai 1953 wurde Wolfgang Schäfer zum neuen Kommandanten gewählt. Als Schriftführer und Rechner wurde Alois Zuleger bestätigt, der diese Ämter in Personalunion Ende 1952 übernommen hatte. Am 19. März 1955 wurde in einer Versammlung, die in der Gaststätte Heil stattfand, Karl Schneider zum Kommandanten gewählt.

17 Kameraden trugen sich in die Anwesenheitsliste ein. Ein weiterer wichtiger Beschluss wurde dahingehend gefasst, dass die Kameraden angesprochen werden sollen, die längere Zeit unentschuldigt den dienstlichen Veranstaltungen ferngeblieben sind. Der Kommandant Karl Schneider wurde beauftragt, mit den jeweiligen Kameraden zu sprechen.

Zwischenzeitlich angeschaffte persönliche Ausrüstung wurde listenmäsig erfasst und dabei festgestellt, das noch eine große Anzahl von Kameraden ausgestattet werden müssen. Zur Pflege der Kameradschaft beschloss man einen Ausflug nach Maibach zu machen.

Der Mitgliederstand in dieser Zeit war gleichbleibend, da Austritte wegen Wegzug oder aus Altersgründen durch Neuaufnahmen ausgeglichen wurden. In der Generalversammlung vom 30. März 1961 beschloss man eine Mitgliederwerbung durchzuführen. Für die Durchführung erklärten sich die Kameraden Wilhelm Schudt und Berthold Dettrich freiwillig bereit.

Als herausragender Beschluss der Jahreshauptversammlung am 2. Juni 1962 ist hervorzuheben, dass die Dienstkleidung für die aktiven Feuerwehrmänner anteilmäßig von der Gemeinde und den Feuerwehrkameraden persönlich bezahlt wird. In dieser Zeit (1962-1963) muss auch die Anschaffung des ersten Feuerwehrautos gefallen sein, denn in der Versammlung wurde beschlossen, für dieses Fahrzeug ein Fahrtenbuch zu führen.

Dass die Feuerwehrkameraden nicht nur Feuerwehrdienst leisteten geht daraus hervor, dass Bürgermeister Richard Musch den Feuerwehrleuten für das “Bachmähen” den Dank der Gemeinde aussprach. Im Jahre 1963 ist es in Ossenheim zu zwei Bränden gekommen.

In der Jahreshauptversammlung am 18. März 1964 bedankte sich Bürgermeister Richard Musch für den Tatkräftigen Einsatz bei der Brandbekämpfung. Einen etwas ausführlicheren Tätigkeitsbericht des Kommandanten fanden wir im Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 19. April 1966. Dort wurde berichtet, dass eine Gruppe beim Leistungswettkampf in der Zuckerfabrik in Friedberg-Fauerbach teilgenommen habe.

Auch wird von zwei Bränden berichtet: und zwar von einem Flächenbrand auf dem Grundstück Pöblmann und einem Zimmerbrand bei Herrn Schilling.

Erfreut berichtete der Kommandant Karl Schneider, dass l.200 DM für die Anschaffung von Schläuchen und anderen Geräten ausgegeben werden konnten. Zur Verbesserung des Ausbildungsstandes fanden acht Übungen statt.

In der Jahreshauptversammlung am 3. April 1968 in der Gaststätte Thomas berichtete der Kommandant von einem Brand (Mittelfeuer) im Lebensmittelgeschäft Thiel. Der Reichelsheimer Feuerwehr wurde bei der Suche nach einer vermissten Person Amtshilfe geleistet. Die Geräteausstattung konnte durch eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 ergänzt werden.

Im Jahre 1968 nahm die Wehr an einer Übung des Unterbezirks 4 in Dorn-Assenheim teil. Bez. Brandmeister Karl Knorr, der die Übung leitete, würdigte am Ende der Übung die zufriedenstellende Leistung.

In dem Bericht vom Jahre 1968 sprach der Kommandant Schneider von unseren “jungen Wehrmännern”. Hier muss es sich um die Gründungsphase einer Jugendfeuerwehr gehandelt haben, denn ab 1968 soll es eine Jugendgruppe gegeben haben. Näheres soll in einem besonderen Beitrag über die Jugendfeuerwehr in Ossenheim berichtet werden.

In der Jahreshauptversammlung am 26. März 1970 erhielt die Feuerwehr eine neue Führungsspitze. Vor der Neuwahl des Vorstandes würdigte der Bez. Brandmeister Karl Knorr die Verdienste des aus seinem Amt aus Altersgründen scheidenden Kommandanten Karl Schneider. Er dankte ihm für über 40 Jahre Tätigkeit in verantwortungsvoller Stellung. Er habe immer für die Einsatzbereitschaft der Wehr gesorgt und den Ausbildungsstand gefestigt. Anschließend wurde Karl Schneider zum “Ehren­Kommandanten” ernannt. Als kleine Anerkennung übergab die Wehr dem Kameraden Schneider einen Präsentkorb.

Bei der anschließenden Wahl zum Ortsbrandmeister und Brandverhütungsbeauftragten wurde Manfred Sokoll, und zu seinem Stellvertreter Gerhard Keller einstimmig gewählt. Im Jahre 1971 verließ aus beruflichen Gründen Manfred Sokoll Ossenheim und es wurde eine Neuwahl notwendig. Am 31. März 1971 wurde unter der Wahlleitung von Ehrenkommandant Karl Schneider, Gerhard Keller zum neuen Kommandanten und Karl Heinz Thomas zu seinem Stellvertreter gewählt Kamerad Walter Haub berichtete in dieser Versammlung zum ersten Mal von dem in Aussicht genommenen Standort für die Mehrzweckhalle auf dem südlich der Wetter gelegenen Gelände in der Florstädterstraße. Auf Grund eines Antrages von Friedel Knihs sollte auch darin ein “Geräteraum” für die Feuerwehr eingeplant werden. Die Gebietsreform und das neue Brandschutzhilfeleistungsgesetz brachte einige wesentliche Neuerungen.

Die ehemals selbständigen Stadtteile Ockstadt, Dorheim, Bruchenbrücken , Bauernheim und Ossenheim wurden der Stadt Friedberg (Hessen) angeschlossen. Die Selbständigkeit der einzelnen Feuerwehren in den Stadtteilen blieb bestehen. Die Gesamtleitung der Freiwilligen Feuerwehren stand jetzt unter der Leitung des Stadtbrandinspektors. Die seitherigen Kommandanten wurden jetzt Wehrführer genannt.

Die Freiwilligen Feuerwehren wurden auf Grund des neuen Gesetzes “öffentliche Einrichtungen” der Städte und Gemeinden.

Zu dieser “öffentlichen Einrichtung” Feuerwehr gehörten neben der Einsatzabteilung, eine Ehren – und Altersabteilung, die Jugendfeuerwehr und ein evtl. bestehender Musik- oder Spielmannszug.

Durch die Stadtverordnetenversammlung musste eine “Ortsatzung” beschlossen werden. Jeder Verein Feuerwehr behielt jedoch seine Vereinssatzung. In dem Gesetz war nämlich keine Personalunion von Wehrführer und l. Vorsitzenden vorgeschrieben. Diese Vorteile einer Personalunion wurde aber von den Anwesenden in der Versammlung am 2. März 1972 erkannt, und so wurde Gerhard Keller zum Wehrführer und l. Vorsitzenden gewählt.

Nach dem Zusammenschluss war auch die Stadt Friedberg (Hessen) für die Geräteausstattung und die persönliche Schutzausrüstung verantwortlich.

Damit eine sorgsame Wartung der Geräte gewährleistet wurde, wurden die Kameraden Werner Bader und Manfred Hermann als Gerätewarte benannt. Der Mitgliederbestand wurde damals mit 25 Mann der Einsatzabteilung angegeben.

In der Nacht zum 4. Juli 1972 brannte die Feldscheune des Landwirts Preußner in der Nieder-Wöllstädter-Straße ab. Die Wehr wurde um 02.20 Uhr alarmiert. Mit vereinter Kraft und der Mithilfe der Feuerwehr aus der Kernstadt hatte man um fünf Uhr das Feuer unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten mussten noch über mehrere Tage geleistet werden.

Im Jahre 1972 wurde das “Feuerwehrfahrzeug” nicht mehr vom TÜV abgenommen. Kreisbrandinspektor Günter Vogt erklärte in der Versammlung am 16. Januar 1973 auf Befragen, dass schon im letzten Jahr ein Antrag auf Bezuschussung und Beschaffung gestellt worden sei. Dieser Antrag sei bereits ein zweites Mal wiederholt worden. Es sei damit zu rechnen, dass noch im Jahre 1973 das neue Fahrzeug ausgeliefert werde. Als Übergangslösung sollte die Tragkraftspritze in dem vorhandenen “Anhänger” aufbewahrt und im Bedarfsfall von einem “Traktor” gezogen werden.

Am 30. November 1973 war es dann endlich soweit, dass das neue “Tragkraftspritzenfahrzeug”, ein Ford Transit, in Dienst gestellt werden konnte. Der Gerätepark wurde durch einen gebrauchten “VW-Bus”, der von der Polizei in Mainz erworben und zum Mannschaftstransportfahrzeug umgebaut wurde, ergänzt.

Im Jahre 1974 waren zwei Kleinbrände zu löschen. Dem Jahresbericht des Wehrführers für das Jahr 1975 ist zu entnehmen, dass am 16. Januar 1975 die Wehr zu einem Einsatz im Anwesen Preußner alarmiert wurde. Der Alarm wurde um 22.30 Uhr ausgelöst. Neben der Wehr aus der Kernstadt waren von der Ossenheimer Wehr 12 Feuerwehrleute im Einsatz. Es brannte der Schweinestall. Das Feuer war gegen 24 Uhr unter Kontrolle. Der entstandene Sachschaden wurde auf 100 000 DM geschätzt.

Am 26. Februar 1975 wurde um 02.12 Uhr die Wehr erneut alarmiert um einen Großbrand zu löschen. Diesmal brannte die Scheune von Horst Walther. 19 Feuerwehrleute waren 2 Stunden im Einsatz. Auch hier wurde der entstandene Schaden auf 100 000 DM geschätzt.

Weiterhin waren im Jahre 1975 zwei Kaminbrände zu löschen und fünfmal musste Wasser aus Kellern nach Unwettern gepumpt werden.

Bei der Wahl am 9. Februar 1976 wurde Gerhard Keller einstimmig zum Wehrführer und Vereinsvorsitzenden wiedergewählt. Reinhard Schuldt wurde sein Stellvertreter. Schriftführer und Kassenwart blieb nach wie vor Alois Zuleger. Als Beisitzer fungieren Karlheinz Thomas und Adolf Dietz.

Im Jahre 1976 war die Wehr zu einem Kleinbrand und zwei Einsätzen zur Ölbeseitigung eingesetzt Am 28. Januar 1977 war es dann soweit, dass die neuerbaute Mehrzweckhalle ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Auch die Feuerwehr konnte zu diesem Zeitpunkt ihren neuen Geräteraum beziehen. 1977, – 25 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ossenheim. Dieses Ereignis sollte in einem feierlichen Rahmen begangen werden.

Am 16. Juli 1977 fand an der Mehrzweckhalle eine Gemeinschaftsübung aller Friedberger Feuerwehren statt. Die Übungsleitung lag in den Händen von Wehrführer Gerhard Keller. Am Abend traf man sich im Saale der Mehrzweckhalle um Mitglieder zu ehren, die 25 Jahre aktiv oder passiv die Ossenheimer Feuerwehr unterstützten. Nach den Ansprachen von Herrn Bürgermeister Dr. Ludwig Fuhr und Herrn Kreisbrandinspektor Günter Vogt wurden die Ehrungen vorgenommen:

Aus der Hand von Kreisbrandinspektor Günter Vogt erhielten die Gründungsmitglieder Alois Zuleger, Adolf Dietz und Karl Heinz Thomas , die zu dieser Zeit noch Dienst in der Einsatzabteilung machten, das “Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande” für 25 Jahre aktive Dienstzeit. Ebenfalls wurden die Gründungsmitglieder Helmut Schuldt, Georg Walter, Ernst Schildger, Herbert Heller, Erwin Störkel und Ehrenkommandant Karl Schneider, die keinen aktiven Dienst mehr leisteten, sowie Werner Kopp und Gotthard Bock für 25 jährige Mitgliedschaft geehrt.

Der Mandolinenclub umrahmte musikalisch die Feierstunde. Nach dem offiziellen Teil der Feier blieb man noch einige Zeit zum Tanz zusammen. Die Wirklichkeit im Feuerwehrleben kehrte schnell wieder zurück. Am 20. September brannte die Scheune von Franz Kiesling. Die Feuerwehr wurde alarmiert, als das Holzgebäude schon lichterloh brannte. Man musste sich neben der Brandbekämpfung besonders darauf konzentrieren, dass das Feuer nicht auf angrenzende Gebäude übergriff.

In der Jahreshauptversammlung am 10. März 1980 wurde der Vorstand neu gewählt Für den aus persönlichen Gründen aus seinem Amt scheidenden Wehrführer und l. Vorsitzenden Gerhard Keller wurde Horst Schwedler zum Wehrführer und l. Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter wurde Dieter Mühl. Schriftführer und Kassenwart war weiterhin Alois Zuleger. Zu Beisitzern wurden Erich Wagner, der zugleich auch Jugendfeuerwehrwart wurde, und Gerhard Keller gewählt.

Das Jahr 1981 brachte auch für die Feuerwehr wieder mehrere Einsätze. Starke Schneefälle am 14. Januar führten dazu, dass die Feuerwehr Kraftfahrern, die im Schnee stecken blieben, half, und ihnen nahe legte nicht aus dem bebauten Ortskern zu fahren.

Starkes Hochwasser am 3. und 4. Juni und vom 10. bis 15. August setzte mehrere Keller unter Wasser. Beim zuletzt genannten Hochwasser war die Bundesstraße 275 zwischen Ossenheim und Friedberg (Hessen) überschwemmt. Hier wurde in Ossenheim den Bewohnern Hilfe beim Auspumpen der vollgelaufenen Kellern geleistet.

Nachbarliche Löschhilfe wurde bei Bränden in der Fa. Otto Ulrich, Haingraben, und Fa. Scholz, Königsberger Straße in der Kernstadt geleistet. Zwei Brandeinsätze waren im Jahre 1982 zu verzeichnen. Ein Pkw-Brand und ein Zimmerbrand in der alten Schule.

Genannt werden muss auch die Gemeinschaftsübung aller Friedberger Feuerwehren am 17. Oktober 1982 am Karlshof. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse gaben Aufschluss darüber, wo weitere Ausbildungsschwerpunkte gesetzt werden müssen.

Hilfe wurde am 13. Januar 1983 bei Kamerad Vultee geleistet, als in sein Haus ein beladener LKW rutschte.

1984 wurden fünf technische Hilfeleistungen geleistet. In der Jahreshauptversammlung am 2. März 1985 wurde den Mitgliedern ein von dem 2. Vorsitzenden Dieter Mühl und Stadtbrandinspektor Hans Guthier erarbeiteter Entwurf einer neuen Vereinssatzung und einer Jugendordnung zur Beschlussfassung vorgelegt. Jeder einzelne Paragraph wurde verlesen und begründet, so daß eine zügige Verabschiedung gesichert war.

Am 18. November 1985 legte Horst Schwedler aus persönlichen Gründen sein Amt als Wehrführer und l. Vorsitzender nieder. Sein Stellvertreter Dieter Mühl wurde vom Stadtbrandinspektor Guthier beauftragt , die Dienstgeschäfte des Wehrführers bis zu einer Neuwahl weiterzuführen.

Im Jahre 1985 wurde die Wehr viermal alarmiert. Am 6. Juli 1985 schlug der Blitz in den Kamin der ehemaligen Brennerei des landwirtschaftlichen Anwesens von Horst Walther.

Bei einem schweren Verkehrsunfall, bei dem eine Person verletzt gerettet werden konnte, musste auch noch ein Toter geborgen werden. Er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und im Vorgarten des Grundstuckes Diemer tot gefunden.

Ein Dachstuhlbrand in der ehemaligen Bürgermeisterei erforderte den Einsatz der Wehr am 22.10.1985. Der Brand wurde mit einem C-Rohr abgelöscht.

Vermutlich durch fahrlässige Brandstiftung wurde ein Brand auf dem Friedhof am 3.11.1985 ausgelöst. Hier konnte der Brand mit einer Kübelspritze abgelöscht werden.

Durch den schon vorher erwähnten Rücktritt von H.J. Schwedler wurde in der Jahreshauptversammlung am 18. Januar 1986 in der Gaststätte “Jagdhaus Ossenheimer Wäldchen” eine Neuwahl des Wehrführers notwendig.

Zu diesem Zeitpunkt hatten alle Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt erklärt, damit bei der Neuwahl eine Gleichheit der Wahlperiode des gesamten Vorstandes gegeben war.

Zur Wahl des Wehrführers und seines Stellvertreters waren nur die Mitglieder der Einsatzabteilung wahlberechtigt Zum Wehrführer wurde Gerhard Keller vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Sein Stellvertreter wurde wieder Dieter Mühl. Nach einer satzungsgemäßen Unterbrechung der Versammlung von 30 Minuten konnte die Wahl fortgesetzt werden. Rechnungsführer blieb Alois Zuleger und neue Schriftführerin wurde Heike Hofmann. Olaf Stephan und Rolf Schmidt wurden Beisitzer. Zum Jugendfeuerwehrwart wurde Erich Wagner vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

Somit hatte die Einsatzabteilung wieder eine Führungsspitze und der “Verein Feuerwehr” einen Vorstand.

Eine Woche vor dieser Versammlung, am 11. Januar 1986, brannte die Hütte von A. Ackermann. Hier waren acht Feuerwehrleute im Einsatz. Zwei weitere Brandeinsätze, und zwar ein Küchenbrand bei Familie Dudek und ein Brand im Putzmittelraum der Mehrzweckhalle erforderten die Hilfe der Feuerwehr.

Die Hauptdurchgangsstraße und der dort herrschende Verkehr bringen immer wieder Unfälle und Ölspuren, die den Einsatz der Feuerwehrleute notwendig machen. Mehrere “Ölalarme” in der Zeit vom 11. – 20. November wurden ausgelöst. “ Öl auf der Wetter “musste beseitigt werden, dazu waren allein 50 Einsatzstunden zu leisten.

Neben der Abwicklung der regelmäßigen Tagessordnungspunkte einer Jahreshauptversammlung standen in der am 24. Januar 1987 abgehaltenen, die Ehrung verdienter Mitglieder im Mittelpunkt. Zu Ehrenmitgliedern wurden Helmut Schuldig Richard Musch (der ehemalige Bürgermeister und Ortsvorsteher), Karl Schneider und Hem Küffner ernannt. Für 25jährige Mitgliedschaft im Verein Feuerwehr konnten folgende Personen geehrt werden: Dieter Heller, Herbert Heller, Winfried Heller, Oskar Müller sen., Friedel Knihs, Walter Haub, Heinz Raab, Karlheinz Raimund, Karl Scherer, Ernst Schäfer, Helmut Schmidt und Horst Walther.

Der Vorsitzende überreichte den anwesenden Geehrten eine Ehrenurkunde und bedankte sich für die jahrelange Unterstützung und gute Zusammenarbeit. 1987 war “nur” ein Brandeinsatz und eine technische Hilfeleistung zu leisten.

In der Jahreshauptversammlung am 19. März 1988 wurde neben der Abwicklung der üblichen Regularien eine Satzungsänderung der Vereinssatzung vorgenommen.

Erfreulich ist die Tatsache, dass die Arbeit der Feuerwehr von vielen fördernden Mitgliedern unterstützt wird. Weniger Interesse besteht am Besuch der Veranstaltungen, in denen Beschlüsse gefasst werden. Deshalb wurde die Satzung dahingehend geändert, dass die Versammlung beschlussfähig ist, wenn schriftlich und ordnungsgemäß eingeladen wurde. Ebenfalls wurde der Vereinsname gemäß der “Satzung für die Feuerwehren der Stadt Friedberg (Hessen)” geändert. Der Vereinsname lautet ab jetzt “Freiwillige Feuerwehr Ossenheim – Stadt Friedberg (Hessen)“. Diese Satzungsänderungen wurden einstimmig beschlossen.

Fünf Einsätze wurden im Jahre 1988 geleistet. Wie breit die Einsatzmöglichkeiten sind, beweist ein Einsatz am 3. Juni 1988, wo der Wehrführer vom damaligen Hallenwirt Asianidis gebeten wurde, seinen vorher gestohlenen Geldschrank aus der Wetter zu bergen. Er schaffte dies mit Hilfe seines Traktors und zwei weiterer Feuerwehrkameraden.

In dieser Jahreshauptversammlung wurde die unzulängliche Unterbringung der Feuerwehr angesprochen. Der von der Fahrzeughalle abgetrennte Lagerraum wurde zwischenzeitlich als Unterrichtsraum von den Angehörigen der Einsatzabteilung ausgebaut Dieser Raum reicht jedoch nicht mehr aus. Es ist nicht nur eine Zumutung für die Teilnehmer an theoretischen Ausbildungen, sondern auch eine große Belastung für den Ausbilder, da nur sehr schwer die den Feuerwehren zur Verfügung stehenden Ausbildungsmaterialien einsetzbar sind. Eine Ausbau des Kellerraumes unter der Fahrzeughalle kann nicht ausgeführt werden. Dem Vorstand wurde schon vorher ein von StBI Guthier gefertigter Plan vorgelegt, der eine Hallenerweiterung zur Florstädter-Straße vorsah, aber wegen der aufwändigen Fundamentgründung nicht realisiert werden kann. Die Benutzung des Vereinsraumes wurde in die Überlegungen mit einbezogen. Hier kam es jedoch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Wirt Asianidis und Feuerwehr. Das die Lösung dieses Problems an der “Sturheit” der Feuerwehr scheitert, muss ganz energisch zurückgewiesen werden. Bei aller Flexibilität der Feuerwehr kann diese ihre Übungsstunden nur Montags abhalten und da hat auch der heutige Wirt noch seinen Ruhetag. Das Problem muss gelöst werden und wir hoffen, dass es bald und zufriedenstellend für alle Beteiligte (Feuerwehr, Stadt und Wirt) gelöst wird.

Zehn technische Hilfeleistungen, darunter zwei Verkehrsunfälle, einmal Eindringen von Wasser in Gebäude und siebenmal Beseitigen von Ölspuren auf Straßen, das waren die Einsätze im Jahre 1989. Hier ist besonders der schwere Verkehrsunfall in Höhe der Einfahrt zur “Neuapostolischen Kirche” zu nennen. Zusammen mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt mussten zwei verletzte Personen, von denen eine Person in dem Fahrzeug eingeklemmt war, gerettet werden.

Fast die gleiche Anzahl an Einsätzen wurde im Jahre 1990 geleistet. Zwei Einsätze wurden durch orkanartige Stürme, die Bäume entwurzelten, ausgelöst. Hier musste die Gefahr für Leib und Leben der Mitbürger abgewendet werden. Bei drei Verkehrsunfällen wurde ausgelaufenes Motorenöl und Kraftstoff beseitigt. Viermal wurde jeweils eine größere Ölspur abgestreut und das ausgelaufene Öl gebunden.

Zu Beginn des Jahres 1991 war die Auslieferung des neuen Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF) vorgesehen. Es ist ein “LT 28” der Herstellerfirma VW. Dieses Fahrzeug wurde offiziell am “Tag der offenen Tür”, dem 9. Juni ’1991 von Herrn Bürgermeister Dr. Ludwig Fuhr der Feuerwehr übergeben. Einer Beteiligung beim Ankauf eines Geräteanhängers konnte der Vorstand aus finanziellen Gründen nicht zu stimmen.

1991 waren zwei Brände und drei technische Hilfeleistungen zu leisten.

Durch den Neuzugang von Mitgliedern aus der Jugendfeuerwehr wurde versucht, eine Gruppe zusammenzustellen, die an der Hessischen Feuerwehrleistungsübung auf Kreisebene teilnehmen sollte. Dies konnte im Jahre 1991 noch nicht verwirklicht werden, umso erfreulicher ist es, dass dieser Plan im Jahre 1992 in die Tat umgesetzt werden konnte.

An die Teilnehmer werden besondere Anforderungen in praktischer und theoretischer Hinsicht gestellt. Fragen aus dem Ausbildungsbereich der Feuerwehr müssen richtig beantwortet und eine Übung mit Gerät in einem bestimmten Zeitraum möglichst fehlerfrei ausgeführt werden. Die Gruppe hat erfolgreich teilgenommen.

Bis zur Niederschrift dieses Beitrages wurde die Einsatzabteilung in diesem Jahr zu vier Einsätzen alarmiert. Zwei Verkehrsunfälle, eine Beseitigung einer Ölspur und ein Einsatz der nicht alltäglich in der Feuerwehr ist.

Am 8. April wurde die Feuerwehr alarmiert, da ein Flugzeug (Motorsegler) in der

Feldgemarkung zwischen Bauernheim und Ossenheim abgestürzt war. Bei diesem Absturz kamen die zwei Insassen des Motorseglers zu Tode. Die Arbeit der Feuerwehr erstreckte sich auf die Bergung von Wrackteilen, Absichern der Einsatzstelle und später Hilfe beim Bergen der Toten. Bei diesem Einsatz wurden von 18 Mitgliedern der Einsatzabteilung 231 Einsatzstunden geleistet.

Dieser Einsatz wird noch lange, wie viele andere, in Erinnerung bleiben.

Diese Vielzahl der Einsätze erfordert nicht nur Fahrzeuge und Geräte, sondern auch Menschen die diese Arbeit auf sich nehmen und freiwillig sich der Ausbildung unterziehen, um den gestellten Aufgaben gerecht zu werden. Aus diesen Gründen kann auf Freiwillige Feuerwehren, selbst in den kleinsten Gemeinden und Stadtteilen nicht verzichtet werden.

Eine Aufgabe hat nach dem Brandschutzhilfeleistungsgesetz die Einsatzabteilung im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes zu übernehmen. Dies ist der Brandsicherheitsdienst bei Veranstaltungen, in denen eine größere Anzahl von Menschen gefährdet sein kann. Hier muss an dieser Stelle angesprochen werden, dass diese Aufgabe nicht willkürlich von der Feuerwehr wahrgenommen wird. Die anordnende Behörde ist das jeweilige Ordnungsamt der Stadt/Gemeinde. Der Stadtbrandinspektor bzw. in seinem Auftrag der Wehrführer, bestimmen Art und Umfang des Brandsicherheitsdienstes. Dieser Brandsicherheitsdienst ist gebührenpflichtig. Diese Tatsache führt bei vielen Veranstaltern und Vereinsvorständen zur Verärgerung. Bei jeder Gelegenheit muss darauf hingewiesen werden, dass die Angehörigen der Feuerwehr vorgeschriebene gesetzliche Aufgaben erfüllen.

Zwei Feuerwehrfrauen und 21 Feuerwehrmänner leisten in Ossenheim Dienst für die Allgemeinheit. Die Mitglieder, besonders die jüngeren, wissen, dass sie ihre Ausbildung in Praxis und Theorie intensiv fortsetzen müssen, um die freiwillig übernommenen Aufgaben erfüllen zu können.

Den Wehrführer unterstützt und berät der Feuerwehrausschuss. Dieser Bestand von 2006 bis 2011 aus:
Wehrführer: Olaf Stephan
Stellv. Wehrführer: Benjamin Hermann (ab 2009 Sebastian Mühl)
Jugendfeuerwehrwart: Sascha Hanisch
Schriftführer: Sebastian Mühl (ab 2009 Kai Bunke)
Gerätewart: Sebastian Mühl (ab 2009 Christian Amrhein)
Gruppenführer: Udo Tschäpe (ab 2007 Sascha Hanisch)
Gruppenführer: Stefan Schmidt (von 2007 bis 2009 Sebastian Mühl)

Der Vorstand von 2006 bis 2011:
1. Vorsitzender und Wehführer: Olaf Stephan
2. Vorsitzender und stellv. Wehrführer: Benjamin Hermann (ab 2009 Sebastian Mühl)
Kassenwart: Matthias Preußner
Schriftführer: Sebastian Mühl (ab 2009 Kai Bunke)
Jugendwart: Sascha Hanisch
Beisitzer: Christoph Haub
Beisitzer: Bastian Appel (ab 2009 Bambiniwartin: Carmen Tschäpe)

Den Wehrführer unterstützt und berät der Feuerwehrausschuss. Dieser Besteht seit 2011 aus:
Wehrführer: Olaf Stephan
Stellv. Wehrführer: Sascha Hanisch
Jugendfeuerwehrwart: Christian Amrhein
Schriftführer: Kai Bunke
Gerätewart: Christian Amrhein
Gruppenführer: Sascha Hanisch
Gruppenführer: Stefan Schmidt

Der geschäftsführende Vorstand setzt sich zusammen aus:
Wehrführer: Olaf Stephan
Stellv. Wehrführer: Sascha Hanisch
Kassenwart: Matthias Preussner
Schriftführer: Kai Bunke
Jugendwart: Christian Amrhein
Beisitzer und Bambiniwartin: Isabell Schmidt
Beisitzer: Christoph Haub